iPod Touch eingestellt

Will nur kurz einwerfen, der Artikel auf heise ist ganz gut. Die Chance wurde vertan, was eigenes mit dem iPod zu machen. (heise)

kotaku hebt das Mobile Gaming hervor. (kotaku)

Ich fand den Touch 4 echt klasse. Zum Musikhören und für Spielchen. Bei den zwei? Modellen danach war der Akku ratzfatz leer. Die Tech hinkte immer stark den iPhones hinterher. Die Kamera war mies.

Mein Touch 4 fing irgendwann an, Musik einen Tacken langsamer abzuspielen (lol). Das war nicht auszuhalten. Weg damit. Letztes Jahr ist ein Nachfolge Modell, was ich hatte, kaputt gegangen. Das Ding bootete nicht mehr.

200 Euro plus für ein Ding das technisch hinterher hinkt und einen geringen Akkustand hat, da wollte ich nicht mehr rein investieren. Habe mir das vorletzte iPad Mini geholt. Als iPod Ersatz und Zugang in die Apple Welt.

Die alten Klinken Kopfhörer finde ich richtig gut. Habe noch einige davon.

Achso, iTunes auf Windows. Habe ja viele Updates mitgemacht wegen dem iPod. Hätte man mich vor einigen Jahren befragt nach der schlechtesten Software die ich kenne, ich hätte Win iTunes gesagt. Ich habe teilweise geschrieen als sie mal wieder die Bedienung umgestellt hatten. Update kommt, am nächsten Tag will ich los, will schnell noch ein Album überspielen – verdammt was haben sie nun wieder umgestellt. Häkchen Wüsten, manchmal geht Drag&Drop nicht, Favoriten Playlisten (interessiert mich nicht). Apple will Win User bestrafen.

iTunes habe ich noch im Einsatz, um Podcasts auf dem PC zu abonnieren.

Der Mann mit den 20.000 Kassettenmitschnitten aus seinem Leben

Nach dem Tod des Berliner Bankangestellten Wolfgang Seelbinder, finden sich in dessen Wohnung fast 20.000 Audiokassetten. Telefonate, persönliche Gespräche, Urlaubsreisen. Es scheint, als habe er sein ganzes Leben mitgeschnitten.

Am Ende des Radiofeatures befindet sich ein Gespräch mit dem Sendungsautor.

Radiofeature
https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-kulturfeature/wdr3-kulturfeature-wolfgang-leben-auf-20000-kassetten-100.html
https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-kulturfeature/wdr3-kulturfeature-wolfgang-leben-auf-20000-kassetten-100.html


Zum Thema Kuriositäten und Akrebie fällt mir ausserdem noch ein:

– Der einsame Mann welcher 100.000 Origami Figuren hinterliess.
https://reportage.wdr.de/die-gefaltete-welt-des-erwin-hapke#22062
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/kunst/erwin-hapke-origami-88480

– Der Engländer im gehobenen Stand welcher 10 Jahre über sein Leben detailreiche Tagebücher führte (Liebesleben, Krankheiten usw.) und so Einblicke ins Denken der Zeit im 17. Jahrhundert gibt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Pepys

Über Beide hatte ich früher Radiofeatures gehört.

Sisters with Transistors: Die verkannten Heldinnen der elektronischen Musik (Doku)

Auf Arte läuft eine Doku über Frauen in den Anfängen der elektronischen Musik. Das gefiel mir. Gut das es die BBC gab. Die Idee ist toll, gezeichnete Schwünge einzulesen und daraus Musik zu machen. Es ist heute unvorstellbar das die Elektromusik Pioniere nicht Musiker / Komponisten genannt wurden.

Clara Rockmore, Daphne Oram, Bebe Barron, Delia Derbyshire, Maryanne Amacher, Pauline Oliveros, Wendy Carlos, Eliane Radigue, Suzanne Ciani, und Laurie Spiegel gehören zu den Pionierinnen des modernen Klangs – und dennoch haben die allermeisten Menschen noch nie von ihnen gehört. (arte.tv/de/videos/104017-000-A/sisters-with-transistors-die-verkannten-heldinnen-der-elektronischen-musik)

Von Arte aus der Mediathek werde ich noch anschauen: Alice Guy, die vergessene Filmpionierin, Auge Pinsel und Kinematograf – Wie das Kino entstand, Patti Smith – Poesie und Punk.


Bekannt ist ja ein legendäres dämliches Review über eine Kraftwerk Platte wo der Reviewer schrieb ala „kalte, gefühllose, unmenschliche Computermusik“. Der Sound von Kraftwerk war ja genau das Gegenteil. Warm, groovig, analog (per Hand gemacht und live eingespielt, die Programmierung kam erst viel später).

Die Doku sagt, in den 50er / 60er Jahren bestand dieses Vorurteil, das elektronische Musik keine Musik sei und Elektronik / Maschinen / Computer nur zum Arbeiten für Wissenschaft und Geschäft wäre.

Bei einer neuen Tech geht es vielleicht zuerst darum, was die ursprüngliche Idee daran war. „Welche Probleme gelöst werden sollten“. Aber was Menschen und Künstler damit anfangen, kann was komplett anderes sein oder genau das Gegenteil. Gerade in der neuzeitlichen Musik wurden aus „Lösungen“ was Eigenes.

Beispiele

Die elektrische Gitarre sollte zuerst laut sein und auf keinen Fall verzerrt klingen. Heute setzen Gitarristen Filter und Effektgeräte ein um noch verzerrter zu klingen. Das was nicht sein sollte, ist heute gewollt.

Die Drumcomputer aus den 80ern sollten echte Drums abbilden (was sie nicht taten), exakt sein, den Drummer einsparen. Heute, der künstliche Drumsound wird gezielt als Effekt eingesetzt, die Drumprogrammierung wurde später nicht exakt programmiert damit es „natürlicher“ klingt, im Hiphop gibt es eigene Beatproduzenten. Drummer im Rock und Pop spielen immer noch auf der Bühne.

Autotune wurde entwickelt um Ölquellen zu finden. Dieser Effekt ist jetzt bereits 21 Jahre in der Chart Musik zu hören.

Samples, schnell was nehmen. Dr. Dre spielte Samples neu ein, damit er eine cleane Aufnahme hinterher besser bearbeiten kann.

Breakbeat, Drum and Bass – Drei Videos

Thema Loopen

In den 60er, 70er Soul-Jazz Sachen flippten die Leute aus, wenn die Stimme nicht zu hören, aber die instrumentale Rhythm Sektion (Drum, Bass) zu hören war.

Erst mal gehts um Hiphop und Vinyl, was Grandmaster Flash sich so alles ausgedacht hatte. Ich kann mir das gut vorstellen, das es eine Zeitlang sein „Geheimwissen“ war. Wirklich erstaunlich wie mathematisch und techy er das perfektioniert hatte.

Wichtig ist auch, das er Techniken einen Namen gab und quasi Schüler hatte. Dinge definieren und Schülern etwas beibringen, das ist wie bei Handwerkszünften und Philosophen. Das ist von Vorteil, weil dann die Entwicklung weiter geht und man persönlich von neuen Leuten, die wiederum was Eigenes einbringen, profitiert bei einem Geben und Nehmen.

Als Kind habe ich auch mal versucht zu Scratchen und es gelang nicht gut. Jetzt weiss ich, mir fehlte eine Slipmate :) Und wahrscheinlich eine Extra Nadel.


Dann zu den Breakbeats. In der Doku gibt es Schautaufeln, welches Genre es wann gab. Das kann ich heute gut nachvollziehen. Vor Jungle und Drum and Bass gab es Hardcore, Happy Hardcore und Acid.


Die Doku über Drum and Bass ist wirklich gut und es werden immer wieder Music Producer hervorgehoben, die was Neues einbrachten.

Wie war das, DJ SS kommt in der Doku nicht vor, weil er dauernd auf Tournee war.

Diese Newschooler Pendulum haben einen krassen Sound. Hold Your Colour, wow; leider klingt manches, wie die Stimme, nach Nu Metal.