Something Wicked This Way Comes (2012) war ein Supermod für Quake 1. Das stand bei mir noch auf der Spiellist und ich habe es endlich mal angepackt. Reiht sich ein in die dicken Dinger wie Remake Quake, Dwell, Arcane Dimensions. (func_msgboard, quaddicted)
Das Mod Mapset ist quasi eine Zeit in die Vergangenheit zurück, so muss man das betrachten. Also für 2012 war solch ein Arcane Dimensions alike Mod sensationell. Wirklich alles ist hier verändert worden. Veränderte und neue Gegner, Waffen usw.
Okay, das Gameplay und die Fights sind nicht auf einer Stufe mit dem Modding, sprich die Kämpfe könnten interessanter gestaltet sein. Egal, als Pre-Arcane Dimensions sollte es jeder mal gespielt haben.
Dieses ganze „man muss Port x y z“ haben und unbedingt Dark Places benutzen, um es zu spielen, gilt heute nicht mehr (genau wie bei Remake Quake und Dwell). Bspw. Quakespasm schafft das Mapset heute. Spielzeit rund 1-2 Stunden, am besten in einer Partie durchspielen, weil es sonst wuselig wird.
Das Thema ist mal wieder Left 4 Dead Coop :) Auf Steam bekommt Anacrusis ein Free Wochenende. Ich habe einige Zeit online und offline reingespielt. (steam)
Während Turtle Rock mit „Back 4 Blood“ gerade alles komplizierter machen und nicht zu wissen scheinen, was das Besondere an Left 4 Dead war, ist hier ein Spiel in Arbeit das es leichter angeht und spärlich Game Systeme verwendet. Es sind drei Kapitel spielbar und erste Fan Modding Maps liegen im Spiel bereit.
Positiv Was ich gut fand waren die aufstellbaren Turrets, Langsamkeits Granaten, Schutzschild Granaten, Flasher Enemy welcher alle blendet, Rollkugel Enemys, SMG macht Spass, 60ties Look und Artstyle, einen Pinger zu setzen damit andere sehen wo es lang geht.
Negativ Sehr wenige, unterschiedliche Gegner Typen treten auf. Die Special Monster sehen wirklich nicht dolle aus. Das Waffen Feedback fehlt ganz stark. Wenig Enemy Animationen. Ich musste lachen wie billig sie das Melee System umgesetzt haben. Hier, Taste drücken für eine Umkreis Druckwelle die Gegner wegschleudert.
Fazit Alles ist sehr grob und roh gemacht. Das Feintuning fehlt. Die Map Progression ist ganz ohne Dramatik wie sie Left 4 Dead hatte. Left 4 Dead 1 & 2 hatte versteckte Mechaniken und Kniffe unter der Oberfläche. Deshalb wurden Beginner die online spielten schnell gemeuchelt. Das dauerte seine Zeit bis der Spieler die Details verstanden hatte. In Anacrusis erkenne ich keine Tiefe, vielleicht irre ich mich. Das ist wie eine Prototyp Version. Mehr nicht.
Das Spiel hat noch sehr viel Entwicklung vor sich. Ob das mal perfekt wird und die Baustelle verlässt, daran habe ich Zweifel. Obwohl das Genrespiel momentan echt nur unter Durchschnitt ist, hats mir „einigermassen gefallen“. Ich fand es besser als sein objektiver Entwicklungszustand ist. Ich glaube leider, das es niemals an die Qualität der Left 4 Dead Serie anschliessen kann. The Anacrusis ist wohl nur für harte Genrefans und selbst diese Gruppe wird teilweise unzufrieden sein.
Kann ich es empfehlen? Nein! Kommt alle mit, eine Runde spielen :)
Völlig überraschend beschäftigt sich der Spieleveteranen Podcast, durch den Gast Thomas Nickel, eine komplette Folge lang mit dem Schwerpunkt Arcade und Shoot Em Ups. Im Mittelpunkt steht Sol Cresta, ja ernsthaft. Besser wird es nicht. Danke für die nischige Folge nach meinem Geschmack. (spieleveteranen.de)
Die Entwickler Pet Project Games mit Publisher 3D Realms bieten eine Pre-Alpha Demo von Ripout über Steam an. Damit will Feedback gewonnen werden. (steam, rockpapershotgun)
Letztes Jahr hatten Seiten über Videomaterial vom WIP Spiel berichtet. Das Team arbeitet seit 2020 auf der Unreal Engine 4 an dem Spiel. Das sind acht Entwickler und weitere zusätzliche acht Entwickler, welche nur zweitweise daran arbeiten.
Die Demo kommt mit einem kurzen Tutorial und dann gehts schon auf eine Raumstation mit zufallsgeneriertem Layout. Solo Play oder Online Coop (3 und mehr) ist möglich. Ein Mix aus mehreren Spielen erkenne ich. Es ist ein Rogue-lite FPS im Sci-Fi – Horror – Survival Setting, Looten & Upgraden, verwenden von Bio Modulen und biologischen Waffen, Missionen innerhalb einer Raumstation.
Noch haut es mich nicht um. Die Spielergeschwindigkeit ist so langsam. Das Fight Feeling ist sehr grob. Das Setting ist aber interessant. Viele meinen Ripout hat „Potential“.
This is a Pre-Alpha build. In the game you can send your gun to crawl across the floor and attack enemies. You can also use it to grab smaller enemies and attach them to your body (giving you new limited use weapons or shields). However, the small aliens can also attach to the big enemies and give them extra weapons and shields too. The environments and enemy designs draw inspiration from Alien and The Thing. It’s playable in single-player or online co-op. And in the full game, the arcade cabinets will be playable.
Die Geschichte war so. Von der alten Zeichentrick Serie Cowboy Bebop hatte ich immer mal wieder gehört. Nur ich hatte keine Lust auf „mehr Manga“. Neulich ist die Realserie Cowboy Bebop, nach nur einer Season, gefloppt. Ich hatte mal in die erste Folge reingeskippt, aber das gefiel mir nicht. Immer wieder wurde von Schreibern und Kommentatoren in dem Zusammenhang darauf hin gewiesen, das die alte Zeichentrickserie trotzdem rockt. Wenn das so viele sagen, muss ja im Kern was dran sein. Also habe ich mit der Serie angefangen und siehe da. Die Serie ist richtig gut. Habe sie mit englischen Stimmen angeschaut. (imdb)
Bebop heisst das Raumschiff und Space Cowboys sind die Kopfgeldjäger. Cowboy Bebop ist seltsam und zugleich aussergewöhnlich. Die Serie hat Anleihen vom Film Noire und Western, spielt in der nahen Zukunft also die Tech ist intuitiv verständlich, zeigt auch schon mal künstlerische Kamera-Perspektiven und bietet viele Zitate und Anspielungen aus der Pop Kultur. Der Soundtrack ist jazzig und die Serie ist so gar nicht japanisch, sondern sehr stark westlich ausgelegt. Deshalb flutscht das auch beim Anschauen.
Die Idee mit den unterschiedlichen Raumschiff Crew Charakteren ist wohl schon sehr alt und war damals bereits ein Klischee. Das ist wie ein Theaterstück wo unterschiedliche Leute aus unterschiedlichen Gründen in einem Raum miteinander interagieren. Klischee hin oder her, die Frage ist ja WIE ist es gemacht.
Vom Wiki Eintrag kann der Leser erschlagen werden. Doch es macht Sinn sich den vor dem Anschauen mal reinzupfeiffen.
Kleine Interpretation
Bei genauerem Hinsehen ist viel los. Die Crew Mitglieder erleben in der Serie eine Reise zu sich selbst.
+ Flucht vor der Vergangenheit, Zusammen Einsam sein, Der Weg zur Freiheit
Übergeordnete Ziele der Protagonisten sind die meiste Zeit nicht erkennbar. Hätten sie welche, würden sie wohl nicht an Bord der Bebop sein. Sie sind im Jetzt, dort wo die Serie spielt, jedoch beeinflusst durch ihre Vergangenheit.
Sie wollen bzw. können nicht „glücklich“ sein. In der Serie sind sie „emotional eingefroren“. Der Zustand des „einfroren sein“ wird immer wieder von Reviewern verwendet. In der Serie fallen manchmal die Worte Schlafen und Träumen. Letztendlich müssen die Charaktere sich ihrer Vergangenheit stellen, denn auch alte Handlungen haben Konsequenzen. Die Serie hat ein abgeschlossenes Ende für die Crew. Die Zeitebene des später erschienenen Films ist in der Serie verortet. Der Film ist also kein Sequel.
Weitere Themen sind
+ Tragik, Trauma, Empathie, Verrat, gebrochene Herzen
+ Freunde werden zur Familie. Ein eher ein neueres Konzept. Wobei die Crewmitglieder eher aus Zufall zusammen kommen. Sie suchen sich nicht extra aus. Es ist eine Art Leidensgemeinschaft und sie verbringen eine gemeinsame Etappe auf der jeweils eigenen Suche nach Zielen und Freiheit.
+ Kapitalismus und Lifestyle. Geld muss herein kommen um zu Essen und das Raumschiff zu reparieren, Schulden zurückzuzahlen, Geld auszugeben. Symbolisiert die Realität und harte Lebenswirklichkeit.
+ Abrechnung mit den Erzfeinden
+ Miteinander auskommen, obwohl die Bebop Crew so verschieden und jeweils innerlich gebrochen ist.
+ Pflicht / Gerechtigkeit
+ Ed und der Hund verbreiten Heiterkeit. Um Ernsthaftigkeit und Depri der anderen auszugleichen.
usw.
Kritik
Es fehlen japanische Seltsamkeiten und Eigenschaften. Dafür schaut man ja eigentlich japanische Animationen. Bisschen mehr Seltsamkeiten hätte ich ausgehalten.
Die Interaktion zwischen den Crew Mitglieder ist nicht komplett ausgereizt, sprich da hätte noch deutlich mehr passieren können. Andererseits, man muss auch nicht alles ausreizen und eine Soap draus machen.
Eine gute alte Rockband noch mal mit einem Greatest Album, so beschreibt heise die Serie Picard.
Allerdings „die Serie hätte an Prägnanz und Tempo gewonnen, hätte man Picard einfach Picard sein lassen, der es auf seine alten Tage einfach noch mal wissen will, beziehungsunfähig, ehrgeizig und risikobereit, wie er nun mal ist.“
In den heise Kommentaren ist man sich, wie immer, uneins. Klar, die meisten hauen mit dem Hammer drauf, aber das ist ja auch einfacher als was zu loben. (heise)