Thema Monster

John Carmack hatte was weitergetwittert, und zwar The 2016 Monster Gallery. Kinder haben Monster gemalt und Künstler das dann umgesetzt. Finde ich gut. Was Kinder für Fantasie entwickeln ist toll.

Da fällt mir ein, ich hatte neulich ein Radio Feature gehört names Meet the Monsters – Von Ungeheuern und Menschen welches noch online ist. Eher so die philosophische Fragestellung „Was sind Ungeheuer für uns“.

Game Masters im Museum Kunst und Gewerbe in Hamburg – 1. Besuch

– Über die Ausstellung habe ich folgende neue Videos gefunden: Video1, Video2, Video3
Alte News

Diese Woche habe ich kurz die Ausstellung besucht. Ich bin stark erkältet gewesen. Bin primär an den Arcade Maschinen gewesen. In der Woche nachmittags war es leer, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Vater-Sohn Besetzung. Ab und zu sollen Schulklassen unterwegs sein.

Die Play Area ist zeitlich chronologisch aufgebaut, Arcades, Homecomputer, PC?, DS oder wars 3DS, Konsolen, aktives Tanzspiel, zwei Kabinen eine davon mit Guitar Hero, am Schluss dann Indi-Spiele. Um die Play Area herum sind wahrscheinlich noch Räume die sich mit Spieledesign näher beschäftigen; in welchen ich nicht war. Einen Tipp für die Play Area, gebt eure Jacken an der Garderobe am Museumseingang ab, denn die Maschinen und Stationen erzeugen in den Räumen Hitze.

Arcade Heroes

Die Arcades stehen direkt am Anfang der Ausstellung nach dem Fahrstuhl, sind in einer Art Kreis aufgebaut, ein Gang, links und rechts davon angeordnet. Diese Area ist dunkler, was das Spielen erleichtert. Leider kommen die bemalten Seitenwände der Gehäuse dadurch nicht gut zur Geltung. Ungefähr 16 Automaten sind spielbar. Der Münzeinwurf ist ausgeschaltet. Missile Command, Tempest, Xevious, Space Invaders in Bunt, Tower of Druaga, Centipede oder Millipede, Robotron, Defender, Scramble Pac-Man, Donkey Kong, Western Spiel für 2 Player, Asteroids, Ripoff eine Art Asteroids für 2 Player.

Hinter der Arcade Area direkt links gibts noch Outrun zum reinsetzen, Hang On Motorrad zum draufsetzen und 2-Player Virtua Fighter. NICE.

Am besten gefiel mir Xevious und Donkey Kong.
Die Sounds von Xevious waren irre laut und positiv prägnant. Bei Xevious hat ganz rar mal der Stick gehakt. Da wurde ich von hinten beschossen, keine Ahnung wo das her kam. Xevious knöpfe ich mir auch zuhause noch mal vor.

Bei Donkey Kong bin ich nach Warmup Fails bis zum dritten Bildschirm gekommen – mit Erkältung! Kong hatte witzige Situationen. Im ersten Bildschirm setzte sich die random-bewegende Flame vor mich, wtf. Im zweiten Bildschirm, obwohl ich den Hammer gegen die Flame schwinge, schien ich abstandsmässig falsch zu stehen und ging tot … brutale Programmierung.

Am interessantesten fand ich Missile Command, Tempest, Robotron.
Aus dem Grund weil ich die Steuerungsart zuhause mit MAME Arcade nicht 1:1 hinbekomme. Missile hat einen richtig grossen Trackball. Fängt easy an und sofort werden die Enemy Geschosse sehr schnell. Tempest hat ein kleines Drehrad (lol) für die Kreisbewegung des Raumschiffs. Also Tempest finde ich abartig schwer, nur mal so :D Da helfen auch die auswählbaren Schwierigkeitsstufen nicht viel. Robotron wird mit zwei Joysticks gespielt, diese Joysticks haben Fingereinebenungen.

Defender war leider kaputt (wuuuäh). Soll aber bald repariert werden.
Darauf wäre ich scharf gewesen. Defender hat einen Stick der nur oben-unten kann. Kehrtwende und Schub gibts mit jeweils Buttons.

Bei Pac-Man war ich doch perlex wie schwer das ist.
Wahrscheinlich war ich zu verweichtlicht durch die Spiele Championship und 256. Ich würde es gerne auf meine Erkältung schieben hrhr.

Was ich wirklich verrückt fand das die beiden Asteroids nur mit Buttons gesteuert werden.
Geschichtlich verstehe ich das durchaus, eben alte Steuerungsart, Vorbild Space Wars und Sonar Gerät. Von heute aus gesehen, eine Raumschiff Steuerung nur mit Buttons ist gut umständlich :)

Also die Steuerungsarten von diversen Arcades hatte ich damals bereits gegoogelt als mich MAME zu faszinieren anfing z.B. Bilder von den Frontpanels. Trotzdem witzig die unterschiedlichen Steuerungsarten an den Automaten live zu sehen. Es gab damals nicht nur 4-Wege Stick und zwei Buttons. Sondern daneben auch 8-Wege Stick, Trackball (die bekanntesten sind wohl Missile, Marble Madness, Centipde, Crystal Castles), Drehrad, 2 Griffjoysticks (Twinstick), oben-unten Gate am Joystick usw.

Was mir vorher nicht so präsent war:

– Das die Sounds der jeweiligen Automaten sich vermischen. Man spielt an einem Automaten und hört dann die anderen Automaten Sounds und kann deutlich erkennen, ah da ist jemand an Pac-Man, Xevious, Donkey Kong usw. Witzig.

– Das Automaten damals in den Arcades kaputt gehen konnten, darauf bin ich gar nicht gekommen. Bei 1-2 Automaten vor Ort hat der Stick gehakt, definitiv ganz ganz selten bei Xevious. Ob das bei Pac-Man auch der Fall war da bin ich nicht sicher, obs am Stick lag. Weil, bspw. bei Donkey Kong gibts ein Software-Delay wenn der Jumpman auf der Leiter ist. Liegts an der Mechanik oder der Software, thats the questions.

– Dieses Blinken, die Farben, die Sounds der Automaten. Irre gut. Das ist so dieses „Na komm her, spiel mich, gib mir Geld“. Also wer mal mehr als 2 Minuten überleben möchte der muss sich schon anstrengen :D

Ich gehe unbedingt noch mal rein :)

Thomas Dolby – The Golden Age of Wireless (1982)

Bei Thomas Dolby poppt den älteren Semestern von uns sofort „Synthie Pop“, die Persona als verrückter Wissenschaftler und der Hit „She blinded me with Science“ in den Kopf. Das ist quasi stark verkürzt auf seine Musik.

Ich habe mir das erste Album von 2009 als Remaster zugelegt, Collectors Edition. Das Album ist sicherlich nicht zeitlos, in Bezug auf Sounds, Samples, Synthie Flächen. Wiederum ist es nun auch nicht schlecht gealtert, wie das heute viele Pop Produktionen aus dieser Zeit sind. Wie soll ich sagen, der Brite Dolby war musikalisch seiner Zeit voraus, das höre ich. Ich hätte nicht gedacht das ich jetzt noch was Interessantes und mir Unbekanntes aus den 80ern finden kann.

Es sind immer noch herkömmliche Songs, ist kein Kraftwerk Pre-Techno wo konventionelle Pop-Songstrukturen aufgegeben werden. Songparts klingen für mich stark konstruiert. Muss man mehrmals hören damit einiges der Vertracktheit ankommt. Viel Funk & Soul, warmer Sound, Jazz Fusion, Samples, Filter, Kraftwerk Zitate, Reggae Zitate. Okay genug mit Begriffen Blabla … Musikalisch klingt es recht vielseitig und irgendwie frisch. Nach einem Songanfang ist nie klar was passieren wird. Textlich und musikalisch ist das Songwriting codiert, da muss ich zugeben das ich öfters nicht checke warum und wie er Dinge tut. Beim Anhören wird eins klar, er will sehr viel, und nutzt neben elektronischen Instrumenten Sounds auch analoge Instrumente (glaube ich) wie Mundharmonika, Saxophon, Gitarre.

Ich bin gespannt auf sein zweites remastertes Album „The Flat Earth“.

Sekundär ist seine Biografie interessant. Im Rahmen seiner Autobiographie „The Speed of Sound“ von 2016 hielt er eine Vortragstour wo er Geschichten, unter anderem aus dem Musik Business zum besten gab. Oben auf seiner Webseite ist ein längerer Videovortrag von ihm.

Hörspiel: Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

Zum Buch von Frank Witzel 2015 wurde ein Hörspiel produziert (br.de). Das Buch habe ich nicht gelesen, werde das noch nachholen. Das kostenlose Hörspiel habe ich jetzt erst gehört und finde es ziemlich gut. Es geht um Wahn, Pubertät (alles ist bedeutend, Schuldgefühle), 60er-70er Zeit, Kritik am Erziehungswesen etc. Ist ziemlich vielschichtig.

Folkmusiker Ryley Walker

Ein Freund hatte mir gesammelte Radiosendungen gegeben. Jo ich höre gerne Sendungen und Podcasts. Da war unter anderem ein Interview mit dem Folkmusiker Ryley Walker dabei wo zusätzlich einige Songs gespielt wurden. Die Sendung ist leider nicht mehr online. Ich mache Fortschritte bei Jazz und Klassik, nur Folk ist mir gänzlich unbekannt.

Jedenfalls muss ich mir mal was von ihm zulegen, das klang spontan sehr gut.
Okay hier gibts was Live von ihm, sogar in Flac.

Videospiele als Kunst – Weshalb die Ansicht vieler Gamer der Anerkennung des Mediums im Weg steht

(gamona via gamersglobal)

1) Gesprächskultur. Viele Menschen verstehen „Streitkultur“ und „Diskussion“ nicht besonders gut. Ich verbinde damit keinen Smalltalk wo Meinung ausgeworfen werden wie beispielsweise in Talkshows. Nene, eine gute Diskussion bringt Neues hervor und liefert Erkenntnisgewinn. Dazu müssen alle Sprecher Dinge zulassen. Ich sehe das leider nicht gegeben. Auf der einen Seite sind die Spieler mit ihren Alltagsweisheiten und auf der anderen Seite Intellektuelle. Ich weiss wovon ich spreche, denn ich hatte mal Videospiel Email-Listen abonniert die über das Videospiel philosophierten. Spieler und Intellektuelle müssten erst mal zusammen kommen. Äh, die beiden Personengruppen wollen etwas komplett anderes vom Videospiel …

3) Ich habe ja auch schon öfters über fehlende Kunst im Videospiel gesprochen. Wir könnten uns das ganze Palaver sparen, in dem einfach mehr Kunst erzeugt wird :) Kunst heisst hier nicht blosse sichtbare Form-Mittel (Themes, Texturen etc.). Ich meine Hochkunst wo in Form und Inhalt ein Anspruch fliesst. Ich glaube dafür müssen echte Künstler von ausserhalb ins Videospiel hinein kommen. Zur Zeit arbeiten Professionelle im Videospiel welche die kommerziellen Massenkultur-Regeln benutzen. Sprich es muss die Masse ansprechen und sich gut verkaufen, Unterhaltung bieten, es gibt das serviert was Spieler wünschen und was sich kommerziell bewährt hat, also ein 0815 Muster / ein Erfolgsrezept. Wir sehen sogar das wenn nach Rezepten gekocht wird (Popmusik, Videospiel etc.) hinterher das Mahl noch lange nicht schmeckt und automatisch zum Hit wird :) Produzenten stehen unter kommerziellem Druck. Wie soll da noch Platz für Kunst sein?

In der Hochkunst geht 0815 nicht, neue Ideen müssen her, und zwar ständig. Jemand der davon lebt etwas Massentaugliches zu bedienen hat einfach den „Kunstblick“ nicht oder nie gehabt oder er ist ihm verloren gegangen. Und sollte er ihn doch haben, kann er sich nicht ausleben in der Arbeit.

Ein Fotograf der technisch gut fotografieren kann ist per se noch lange kein Künstler auch wenn er Dinge (kreativ) produziert. Kurzum, wir haben zuviel Britney Spears im Videospiel und zuwenig Bowie und Dylan. Beides darf es geben … ich möchte das jetzt nicht werten.

Das Videospiel als Mediengattung ist noch jung. Ich sehe leider nicht das viele echte Künstler im Videospiel agieren. Die sind im Moment woanders. Ob sie noch kommen werden weiss ich nicht. Wenn sie aktiv werden sollten, dann auf jeden Fall nicht so wie wir als Spieler das erwarten würden. Es könnte lustig werden!